Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit im Fokus
Mit dem Jahresmotto „Zukunft machen“ ist am 28. September 2026 die Wirtschaftswoche Teltow-Fläming gestartet. Unter der Leitfrage „Wettbewerbsfähig in die Zukunft – Perspektiven für Wirtschaft und Region“ diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Kommunen und Wissenschaft, wie sich der Landkreis im Wandel behaupten und seine wirtschaftlichen Potenziale weiterentwickeln kann.
Teltow-Fläming bringt dafür gute Voraussetzungen mit: eine breit aufgestellte Wirtschaftsstruktur, leistungsfähige Industrie- und Handwerksbetriebe sowie eine gute Anbindung an den Metropolraum Berlin und wichtige europäische Verkehrsachsen. Auch das aktuelle IW-Regionalranking 2026 bescheinigt dem Landkreis eine starke Ausgangsposition: Im Niveauranking erreicht Teltow-Fläming Platz 43 von 400 untersuchten Regionen in Deutschland.
Doch gute Ausgangsbedingungen allein reichen nicht aus. Fachkräftesicherung, Digitalisierung, Unternehmensnachfolge, Energiepreise und Bürokratie sind zentrale Themen, die darüber entscheiden, wie wettbewerbsfähig die Region künftig sein wird. Die Wirtschaftswoche nimmt diese Herausforderungen in den Blick und bringt dazu unterschiedliche Akteure miteinander ins Gespräch.
Fähigkeiten, Digitalisierung und Unternehmensnachfolge
Ein besonderes Augenmerk gilt der Sicherung von Fachkräften. Qualifizierte Beschäftigte zu gewinnen und langfristig an die Region zu binden, wird für Unternehmen zunehmend zu einem entscheidenden Standortfaktor. Gleichzeitig stehen viele mittelständische Betriebe vor einem Generationenwechsel und benötigen verlässliche Beratungs- und Nachfolgestrukturen. Auch die Digitalisierung muss branchenübergreifend weiter vorangebracht werden.
Gute Rahmenbedingungen für Unternehmen
Hinzu kommen die wirtschaftlichen Auswirkungen des globalen Wandels. Bezahlbare Energie, wettbewerbsfähige Kostenstrukturen und weniger bürokratische Hürden sind aus Sicht der regionalen Wirtschaft wichtige Voraussetzungen für Investitionen und Wachstum. Dabei spielt auch der Zugang zu Fördermitteln eine Rolle. Gerade kleine und mittlere Unternehmen profitieren von Verfahren, die einfach, transparent und gut zugänglich sind. Dies unterstützt zugleich die Innovationsstrategie des Landes Brandenburg, mit der zukunftsorientierte Branchen gezielt gestärkt werden sollen.
Forschung und Wirtschaft gemeinsam stärken
Wie Forschung und unternehmerische Praxis erfolgreich zusammenwirken können, zeigt der Biotechnologiepark Luckenwalde. Als moderner Innovations- und Technologiestandort verbindet er wissenschaftliche Expertise mit wirtschaftlicher Anwendung und schafft damit Raum für neue Produkte, Dienstleistungen und Arbeitsplätze.
Landrätin Kornelia Wehlan erklärt: „Teltow-Fläming hat einen guten Branchenmix mit starker Industrie, innovativen Mittelstand, rund 2.900 Handwerksbetrieben und einer robusten Agrarstruktur. Mit starken Netzwerken sind das gute Voraussetzungen, um auch künftig ein starker Wirtschaftsstandort zu sein. Entscheidend ist, dass wir unsere Stärken nutzen und zugleich bei Fachkräften, Innovation, Infrastruktur und den Rahmenbedingungen für Unternehmen gemeinsam vorankommen.“
Einen weiteren Schwerpunkt der Auftaktveranstaltung bildete der Impulsvortrag von Staatssekretär Hendrik Fischer (MWEKE) zur wirtschaftlichen Entwicklung Brandenburgs bis 2030. Dabei standen insbesondere die Voraussetzungen für eine zukunftsfähige wirtschaftliche Entwicklung und die Bedeutung guter Rahmenbedingungen für Unternehmen im Fokus. Er betonte dabei insbesondere die Notwendigkeit, den Bürokratieabbau weiter voranzutreiben und Unternehmen dadurch bessere und verlässlichere Rahmenbedingungen zu schaffen. Zugleich stellte er die Unterstützung des MWEKE für die weitere Entwicklung des Biotechnologieparks Luckenwalde in Aussicht. Damit knüpfte der Vortrag an die von Landrätin Kornelia Wehlan hervorgehobenen Themen Fachkräfte, Innovation, Infrastruktur und wirtschaftliche Rahmenbedingungen an. Im anschließenden Gespräch mit der Landrätin ging es dann um die konkreten Perspektiven und Herausforderungen für Teltow-Fläming.
Unternehmen zeigen Vielfalt und Innovationskraft
Wie vielfältig die regionale Wirtschaft bereits heute aufgestellt ist, wurde bei den Unternehmens-Pitches deutlich. Die FIEGE Logistik Stiftung & Co. KG, die Langenlipsdorfer Fläming Bau GmbH aus Niedergörsdorf und das in Luckenwalde ansässige Unternehmen Chiracon stellten ihre Unternehmen und Perspektiven vor. Die drei Beispiele stehen für unterschiedliche Branchen und Geschäftsmodelle – und zugleich für Innovation, internationale Ausrichtung und unternehmerische Anpassungsfähigkeit. Chiracon wurde erst kürzlich mit dem renommierten „Großen Preis des Mittelstandes“ ausgezeichnet.
Damit wurde sichtbar: Die wirtschaftliche Stärke des Landkreises zeigt sich nicht allein in Rankings und Kennzahlen. Sie entsteht vor allem in den Unternehmen, die investieren, neue Wege gehen und auf veränderte Anforderungen reagieren.
Startschuss für den Preis der Wirtschaft 2027
Im Rahmen der Auftaktveranstaltung fiel außerdem der offizielle Startschuss für den Preis der Wirtschaft 2027. Auch im kommenden Jahr sollen damit herausragende unternehmerische Leistungen, innovative Konzepte und besonderes Engagement im Landkreis Teltow-Fläming ausgezeichnet und einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Bewerbungen sind ab sofort hier möglich:
Wirtschaftswoche lädt zum Austausch ein
Bis zum 2. Oktober 2026 bietet die Wirtschaftswoche Teltow-Fläming ein vielfältiges Programm zu Themen wie Existenzgründung, Fördermöglichkeiten und nachhaltiger Regionalentwicklung. Im Mittelpunkt steht der Austausch: Die Wirtschaftswoche bringt Unternehmen, Verwaltung, Politik, Wissenschaft und weitere Akteure zusammen, schafft neue Kontakte und bietet Raum für Ideen und konkrete Lösungsansätze.

Siegmund Trebschuh, Dezernatsleiter DIV, fasst den Anspruch der Wirtschaftswoche zusammen: „Zukunft entsteht nicht von allein. Sie entsteht dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen, Ideen teilen und gemeinsam ins Handeln kommen. Genau dafür schafft die Wirtschaftswoche Raum – und stärkt damit die Zusammenarbeit, die wir für einen zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort Teltow-Fläming brauchen.“
Text: Landkreis Teltow-Fläming
Fotos: Gerald Bornschein




















